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Ein Adventsprojekt am Augustinianum und St. Gertrudenstift

Eingestellt von: In: Gerade aktuell, Schuljahr 2020/2021 18 Dez 2020 Kommentare: 0

In Zeiten wie diesen sind Hoffnung, Trost und Zugewandtheit hohe Güter. Dass diese den Bewohnerinnen und Bewohnern des St. Gertrudenstifts zuteil wurden, ist der Initiative einer Lerngruppe am Augustinianum zu verdanken. Der katholische Religionskurs der Jahrgangsstufe 10 unter der Leitung von Kristin Konrad hat für sein nachbarschaftliches Projekt die biblischen Lesungs-Texte zum Advent als Ausgangspunkt gewählt. Die Jugendlichen legten die (oftmals schwierigen) Adventstexte für sich aus und entwickelten dazu Fragen und Vermutungen, die mit der Wirklichkeit der Heimbewohner*innen ebenso in Zusammenhang stehen wie mit ihrem eigenen Leben.

Aus den für sie wichtigen Themen entwickelten die Kursmitglieder Ideen für kleine Geschenke für die Bewohner*innen des St. Gertrudenstifts. Im Begleitbrief zu einem Kerzengesteck formulieren Schüler beispielsweise: „Es geht um Hoffnung und Sehnsucht. Dies wollen auch wir den Bewohnern des Altenheims verdeutlichen und ihnen ‚ein Licht in die Dunkelheit bringen‘. Wir wollen ihnen damit Wärme und Hoffnung schenken, dass es auch eine Zeit nach Corona gibt …“

Die Übergaben der sorgfältig desinfizierten Präsente zum St. Gertrudenstift mussten dabei ‚kontaktlos‘ und unter freiem Himmel verlaufen, was alle Beteiligten sehr bedauerten – Frau Kieseler-Apitz, die Leiterin der Einrichtung, hätte die Schüler*innen gerne ins Haus eingeladen. Es gibt jedoch den Vorsatz, persönlichen Austausch im Sommer nachzuholen.

Die Aktion war ungeachtet der widrigen Umstände eine besondere, viele Teilnehmende waren trotz der Distanz sehr berührt: seien es die Bewohner*innen als Beschenkte und vor allem auch Bedachte, sei es Frau Kieseler-Apitz durch das Engagement der jungen Menschen, seien es schließlich die Schülerinnen und Schüler selbst: sie erfuhren viel freundliche Resonanz der Bewohner*innen, die nun ihrerseits den Kurs mit einem selbst erstellten Video beglücken möchten.

Darüber hinaus zieht Kristin Konrad für die Atmosphäre und Dynamik innerhalb ihrer Lerngruppe ein durchweg positives Fazit dieses Projektes: ohne Budget angetreten, habe sich schnell ein kreativer Geist und ein hohes Maß an Aktivität entwickelt: das Material wurde selbst bzw. aus elterlichen Beständen organisiert und eigenhändig weiterverarbeitet, ob nun Papier, Wachs oder Holz. Erfreuliche Signale also auch für das Miteinander der Jugendlichen, im Advent als Zeit der Ermutigung und der Hoffnung ohne Frage willkommen …