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Expertenkontakt im Distanzlernen – Austausch mit dem Jugendamt

Eingestellt von: In: Gerade aktuell, Schuljahr 2020/2021 10 Mrz 2021 Kommentare: 0

Muss Erziehung sein?

Diesen und anderen Fragen spürte ein Grundkurs Pädagogik im Rahmen der Unterrichtsreihe zu anthropologischen Grundfragen der Erziehung nach.

Aus der Behandlung eines Fallbeispiels, das die Verwahrlosung von zwei Kindern thematisierte, ergaben sich viele Untersuchungsaspekte und es kam die Idee auf, beim Grevener Jugendamt mal konkreter nachzufragen.

Am Mittwoch den 03.03.2021 stellte sich Herr Ostendorf vom Jugendamt Greven freundlicherweise in einer Videokonferenz unseren Fragen zum Thema Jugendsamtarbeit und Verwahrlosung von Kindern.

Wir haben Herrn Ostendorf u.a. gefragt, welche Bereiche es im Jugendamt gibt und welche Fähigkeiten man für den Beruf benötigt. Wir haben aber auch an persönlicheren und spezifischeren Stellen nachgefragt, z.B. wie er seinen Job findet, ob er ihn weiterempfehlen könne etc. „Uns interessierte, ob die Arbeit auch den privaten Alltag beeinflusst und was für Voraussetzungen man benötigt, um seinen Job auszuüben“, berichtet Marlen.

Aber auch Fragen zu Fällen und wie im Jugendamt mit schwierigeren Familien umgegangen wird, sind aufgekommen. „Mir ist besonders im Gedächtnis geblieben, dass er sagte, dass am Morgen unseres Interviews schon zwei (potentielle) Fälle gemeldet worden seien, da ich nie gedacht hatte, dass es doch so viele sind.“, so bringt es Amelie auf den Punkt.

„Das Gespräch war wirklich sehr interessant. Ich habe gefragt, ob es schonmal Komplikationen im Zusammenhang mit Gewalt gegenüber Mitarbeitern des Jugendamtes gegeben habe und ob es auch Fälle gibt, bei denen die Polizei hinzugezogen werden müsse.“

Herr Ostendorf hat dabei sehr offen und ausführlich auf unsere Fragen geantwortet und uns einen umfangreichen, aber auch kritischen Einblick in die Arbeit eines Jugendamtsmitarbeiters gegeben. Es ist ein herausfordernder Job, dem möglicherweise nicht jeder gewachsen ist und in manchen Städten eine hohe Fluktuation hat. Umso erfreulicher ist es, dass in Greven nicht nur Herr Ostendorf auf eine lange Berufszeit zurückblickt und noch immer seinen Job mag und uns mit großem Einsatz Rede und Antwort stand.

Wir haben aus diesem Gespräch viele Punkte mitgenommen, die wir in Zukunft im Fach Pädagogik aber auch im privaten Leben verwenden können.

Noch einmal möchten wir uns ganz herzlich bei Herrn Ostendorf für den tollen Austausch bedanken.

Joulina Osthues, Amelie Brack und Marlen Gerdemann für den Pädagogik Kurs/EF/SHLZ