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Eingestellt von: In: Schuljahr 2017/2018 16 Apr 2018 Kommentare: 0

Bildschirmfoto 2018-04-16 um 09.13.30Hannah Boß, Schülerin der Q1,  hat bei der Landesrunde von “Jugend forscht” einen  zweiten Platz im Bereich Physik belegt. Hierzu hat sie einen Bericht verfasst, den wir auf unserer Homepage gern für Sie und euch veröffentlichen:

” Montag, der 19.03.18, kurz nach halb neun. Zusammen mit einem Schwall von Mitarbeitern des Chemparks Leverkusen steige ich schwer bepackt vor dem Bayer Kasino (keine „Spielhölle“, sondern die Betriebskantine von Bayer) aus dem Bus.  Obwohl ich hier schon einmal war, kommt mir das Gelände überwältigend groß vor. Beim dritten Versuch erwische ich das richtige Gebäude und stehe im BayKomm.

Obwohl die Ankunftszeit gerade erst begonnen hat, sind schon viele andere Teilnehmer mit dem Aufbau ihrer Stände beschäftigt. Ich werde begrüßt und mir wird mein Ausstellungsstand gezeigt, sodass ich ebenfalls beginne, meine Plakate über die Möglichkeit „toroidaler(donutförmiger) Planeten“ aufzuhängen. Schon jetzt sehe ich Stände zu vielen spannenden Themen, und treffe Leute wieder, die ich bereits aus dem Regionalwettbewerb kenne.

Nach dem Mittagessen im Bayer Kasino verteilt sich die große Gruppe auf vier Nachmittagsprogramme, die wir zuvor wählen konnten. Ich erfahre etwas über den Chempark und dessen Wasserversorgung und besuche die eigene Müllverbrennungsanlage, von deren Turm man weite Teile Leverkusens im Blick hat. Mit dem Bus werden wir zur BayArena gebracht und durch das Stadion und die angrenzenden Räumlichkeiten geführt. Hier gibt es die obligatorische Currywurst in der Fankneipe. Es ist bereits dunkel, nur der Rasen hat noch Sonnenlicht – die UV-Bestrahlung sorgt für extra schnelles Wachstum für das nächste Spiel.

Der nächste Tag widmet sich vollständig der Befragung durch die Jury. Neben der Jury meines Fachbereichs, Geo- und Raumwissenschaften, werde ich noch von der Physik-Jury und der Mathematik-Jury besucht. Später würde ich erfahren, dass ich von der Jury in den Fachbereich Physik verschoben wurde. Am Nachmittag kommt ein Wissenschaftler Bayers ins BayKomm und berichtet hochspannend von seiner Krebsmedikamenten-Forschung. Die vielen Zwischenzeiten zwischen den Vorträgen vor der Jury, in denen wir warten müssen, reden oder die Ausstellung des BayKomms erkunden, machten diesen Tag nicht minder anstrengend. Deshalb sind die meisten von uns froh, als wir nach dem Abendessen im Kasino und dem gemeinsamen Kinobesuch zurück ins Hotel gebracht werden.

Auch der dritte und letzte Tag verläuft sehr aufregend, unsere Ausstellung ist für externe Gäste geöffnet. Wider Erwarten, dass sich irgendjemand für mein Projekt interessieren würde, werde ich an meinem Stand doch von einigen Gästen besucht, die mit mir über weitere Möglichkeiten und Ideen zu meinem Projekt fachsimpeln und neue Anregungen bringen. Am Nachmittag bilden sich vor dem Eingang zur Ausstellung sogar lange Schlangen, was daran liegt, dass die Ausstellungsbereiche des BayKomms aus Brandschutzgründen nur von einer bestimmten Anzahl an Personen gleichzeitig betreten werden dürfen, von denen allein wir Teilnehmer einen beträchtlichen Teil ausmachen. Um 16 Uhr ist dann Feierabend, die Ausstellung leert sich schlagartig und alle Teilnehmer und die geladenen Gäste werden in Shuttle-Bussen zur Feierstunde ins Erholungshaus von Bayer (ein historisches Theater, das jetzt für Veranstaltungen genutzt wird) gebracht. Dort werden alle Projekte noch einmal vorgestellt, keiner geht ohne eine besondere Anerkennung nach Hause. Beim anschließenden Imbiss bleibt mir nur wenig Zeit, bevor ich mich Hals über Kopf wieder auf den Weg mache, um den Bus zum Bahnhof nicht zu verpassen. Kurz vor Mitternacht komme ich dann, nach Verspätungen und verpassten Anschlusszügen um einige Erfahrungen und interessante Einblicke reicher, erschöpft aber glücklich zu Hause an.

Diese drei Tage werden mir lange in Erinnerung bleiben. Ich hätte niemals erwartet, es bis hierhin geschafft zu haben und bin sehr glücklich, dabei gewesen sein zu dürfen. Wegen des aufregenden Programmes, der so vielen spannenden Forschungsthemen und vor allem wegen der anderen Teilnehmer, die ich kennenlernen oder wiedersehen durfte und die genauso hinter ihrer Sache stehen wie ich hinter meiner. (geschrieben von Hannah Boß)”