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Eingestellt von: In: Schuljahr 2016/2017 27 Mar 2017 Kommentare: 0

BILDNEUTRIER(geschrieben von Philipp Braune und Hannah Boß)

Mittwoch, den 8. März 2017, sind die drei Lateinkurse der EP zu einer dreitägigen Exkursion nach Trier aufgebrochen.

Begleitet wurden wir Schüler von den Kurslehrern Herrn Clases und Frau Althoff, sowie von Herrn Bockelmann und Frau Meyer, die für den dritten Kurslehrer Herrn Schallenberg eingesprungen war, der an der Fahrt leider nicht teilnehmen konnte.

Die Fahrt nach Trier wird seit 2016 von den Lateinkursen der EP – als Abschlussfahrt vor dem Latinum – durchgeführt.

Nach 5 Stunden Busfahrt erreichten wir am Mittwoch schließlich Trier. Nach einem kurzen Fußmarsch durch die Innenstadt gelangten wir zu unserer Unterkunft. Schon auf dem Weg dorthin fiel uns auf: Es waren hauptsächlich Schüler, die auf dem Trierer Kopfsteinpflaster unterwegs waren. Auch wir schienen mit unserer Masse an Rollkoffern und Sporttaschen kaum aufzufallen.

Untergebracht waren wir im innenstadtnahen Kolpinghaus, das mit kurzen Fußwegen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt punktete. Während unseres Aufenthalts konnten wir also auf einen Bus verzichten und alle Highlights der Stadt – wie sagt der Lateiner so schön – per pedes erreichen.

Bereits am ersten Tag stand für uns die Toga-Stadtführung an, eine Führung, deren Name daher rührt, dass die Stadtführer eine römische Toga trugen. Wir starteten an der Porta Nigra, dem wohl bekanntesten Wahrzeichen der Stadt Trier. Das aus Sandstein gebaute Nordtor der ehemaligen Stadtmauer wurde durch Witterung über die Jahre schwarz und besteht noch heute aus quasi unverbundenen, übereinandergelegten, massiven Steinblöcken. Während der Führung lernten wir noch weitere römische Überbleibsel kennen, unter anderem die Kaiserthermen und die Basilika. Leider hat es – wir hatten Pech – während der Führung in Strömen geregnet. Wir blieben standfest, doch mussten wir schmerzlich feststellen: Auch die Porta Nigra hat leider kein Dach, das Schutz bietet!

Am Donnerstag stand eine Führung im Landesmuseum an, die sich je nach Kurs mit der Gründung Triers oder berühmten Ausgrabungsfunden aus römischer Zeit beschäftigte. Wir machten uns – mit Regenschirmen bewaffnet – auf den Weg zum Museum. Die Schirme leisteten beste Dienste! Nach dem Museumsbesuch, dessen Highlight auf jeden Fall ein originaler Goldschatz aus römischer Zeit war, kam – Gott sei Dank – endlich die Sonne heraus.

Das Highlight der Fahrt war die Führung im Amphitheater. Ein als Gladiator auftretender Schauspieler führte uns durch die Arena, die Ränge des Theaters und die Katakomben. Das von den Wänden und der Decke tropfende und sich auf dem Boden sammelnde Regenwasser sowie die in der Dunkelheit aufgestellten Fackeln sorgten für eine unheimliche Stimmung. Diese ließ die Ausführungen des verkleideten Gladiators noch eindrücklicher und realer erscheinen.

Auch am Freitag hatten wir noch Programm: Wir besichtigten den Dom zu Trier sowie das zugehörige Ausgrabungsgelände unterhalb des Dom-Areals, das die älteste erhaltene christliche Kirche des Landes beherbergt. Diese einzigartige Ausgrabung wurde von keinem geringeren als Papst Benedikt persönlich geweiht und eröffnet.

Genauso wie die Führungen und die Besuche der vielen Wahrzeichen Triers gehörten auch Shoppingtouren und das allabendliche Fußballgucken zur diesjährigen Trierfahrt.

Viel zu schnell war die Fahrt auch schon wieder vorbei und wir beluden den Bus wieder mit unserem Gepäck. Kurz vor dem Einsteigen bemerkten die Lehrer: Es fehlte noch das obligatorische Gruppenfoto vor der Port Nigra. Somit ging es für alle noch einmal zurück zum besagten Wahrzeichen um ein Abschlussbild abzulichten.

Nun waren endlich alle zur Abfahrt bereit und nach ca. 5 -stündiger Fahrt erreichten wir

wieder den Busbahnhof in Greven.

Abschließend können wir sagen, dass die Fahrt nach Trier trotz des Wetters und des teilweise zähen Stoffes der Führungen ein Erlebnis war, das uns in Erinnerung bleiben wird.

Es wäre doch schön, wenn die Fahrt doch tatsächlich den einen oder anderen zum Nachdenken angeregt hat, ob Latein nicht doch ein lebendiges Fach ist, das es sich weiter zu wählen lohnt.

 

 

 

von Philipp Braune und Hannah Boß