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Eingestellt von: In: Schuljahr 2018/2019 26 Sep 2018 Kommentare: 0

Historikertag_2Am Mittwoch nahm der LK Geschichte der Q1 am Schulprogramm des 52. Deutschen Historikertages teil. Mit 3.500 Teilnehmern ist die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung der größte geisteswissenschaftliche Kongress in Europa. In diesem Jahr stellt sich das Großereignis dem spannenden Oberthema Gespaltene Gesellschaften. Das Schülerprogramm ist dabei eine Kooperation mit der Körber-Stiftung, auch in diesem Jahr wieder Veranstalterin des Geschichtswettbewerbes des Bundespräsidenten.

Nachdem der Leistungskurs wegen einer Klausur am frühen Morgen leider nicht an der spannenden Schülersektion  zum Thema „1968 – Krise oder Aufbruch zu mehr Demokratie“ teilnehmen konnte, hörte man mittags immerhin zwei Vorträge.

Prof. em Hans-Ulrich Thamer referierte spannend und an vielen Beispielen zum Thema Fake News – nichts Neues! Wie Medien Geschichte machen. Thamer wies vor allem darauf hin, dass man zwar mit Fake News– die im deutschen Kontext unter dem Begriff der Lügenpresse begegnen – keinem historisch neuen Phänomen begegne, indes reiche es angesichts der Qualität der gegenwärtigen Diskussion nicht, sich auf eine Position des „Das hatten wir alles schon einmal“ zurückzuziehen, vielmehr gelte es für den Historiker ausgehend von fundierter Quellenkritik neben dem Wahrheitsgehalt vor allem die (historische) Wirkungsmächtigkeit von Nachrichten, seien sie nun wahr oder fingiert, zu untersuchen.

Den Schwerpunkt auf eine methodisches Vorgehen legte der zweite Vortrag von Simone Eick, der Direktorin des Deutschen Auswandererhauses in Bremerhaven. Sie machte unter dem Titel „Die Heimat auf dem Rücken“ – Migrationsgeschichte erforschen, bewahren und ausstellenam Beispiel eines im Jahr 2014 nach Bremen gekommenen kurdischen Flüchtlings aus Syrien und einer siebzehnjährigen Auswandererin in die USA in den 1920er Jahren deutlich, wie man Migrationsgeschichten vergleichend untersuchen und in einem musealen Kontext präsentieren könnte.

Insbesondere warb Frau Eick unter den Schülern dafür, die Ressourcen ihres Hauses bei einem Besuch oder anlässlich von Forschungsarbeiten zum Beispiel für Wettbewerbe zu nutzen.Historikertag_2