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Schüler*innen als Botschafter des Augustinianums beim 50-jährigen Städtejubiläum Greven-Montargis – ein Zeichen gelebter deutsch-französische Freundschaft

Eingestellt von: In: Gerade aktuell, Schuljahr 2021/2022 11 Jun 2022 Kommentare: 0

An Christi Himmelfahrt machten sich im Rahmen einer offiziellen Delegation aus Greven  7 Schüler*innen als Botschafter des Augustinianums begleitet von Herrn Henke und Frau Pipperger-Schulz auf, um in Montargis 50 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Greven und Montargis zu feiern.

Dies waren Elisa Rüschhoff (Q1) Ceyda Cankaya (EF), Hanna Myslivets (EF), Linus Pleimann (Jgst. 9)und Annika Eßmeier (Jgst. 9), Fiona Gomes (Jgst.8) und Mia Felicitas Gomes (Jgst. 6).

 

Früh morgens ging es mit einem Kleinbus, den die Feuerwehr Greven bereitgestellt hatte, auf die lange Reise. Nach einer langen Reise in  Montargis angekommen, wurden wir erst einmal in einem Ausstellungssaal, der „Halle Girodet“, bei Getränken und kleinen Snacks empfangen, so dass die Deutschen und Franzosen ihr Wiedersehen feiern oder sich kennenlernen konnten. In dieser Ausstellungshalle bauten wir dann auch unsere Ausstellung zum Thema Schüler-Austausch auf, für die wir Plakate,  Photos und Erfahrungsberichte auf Französisch und Deutsch aufhängten.

 In den Folgetagen zeigte sich, dass das Partnerschaftskomitee in Montargis ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt hatte. Unser besonderer Dank gilt der Stadt Montargis, aber vor allem dem gesamten Team um die neue Vorsitzende des Partnerschaftskomitees in Montagis, Christine Turpin,  die mit viel Herzblut und Verve das Jubiläum vorbereitet  hatten. So durften wir nicht nur den offiziellen Empfang im Rathaus inclusive vieler Reden erleben, es ging auch auf eine Stadtführung, ins Museum, zu einem Grillabend, zum Jubiläumsdîner und auf den Friedhof, wo wir des ehemaligen Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees, Michel Dury, gedachten, der letztes Jahr überraschend verstorben war. Dennoch blieb den Schülern auch Zeit, mit den französischen Schülern, die Stadt näher zu erkunden und das ein oder andere Souvenir bzw. die passende Garderobe für das Abschlussdîner zu erstehen.  Bei einem Grillabend wurden Kontakte zu Jugendlichen einer Geburtstagsfeier geknüpft und Französischkenntnisse vertieft, denn so ein Aufenthalt in Frankreich ist auch immer Sprachbad und Kulturerkundung.

Am Besten hat den Schüler*innen aber wohl der Abschiedsabend in der historisch anmutenden „Salle des Fêtes“ gefallen. Plötzlich gesellten sich lebendige, venezianische Figuren zur Jubiläums-Gruppe, gilt doch Montargis aufgrund der Vielzahl seiner Brücken und Kanäle als das „Venise du Gâtinais“, das „Venedig des Gâtinais“. Die frisch gewählte „Miss Jumelage“ war eines der musikalischen Highlights neben dem Lokalmatador des französischen Chansons, Jean-René Coquelin, der einige französische und deutsche Lieder zum Besten gab. Im Laufe des Abends beleuchteten kleinere Programmpunkte die Geschichte der Städtepartnerschaft. Unter anderem stellten aber auch die Schüler*innen unserer Schule auf Französisch vor rund 100 Gästen auf der großen Bühne den diesjährigen Schüleraustausch mithilfe einer Power Point Präsentation vor, unterstützt von Frau Pipperger-Schulz und Herrn Henke. Auch kulinarisch hatte dieser Abend Einiges zu bieten. Schließlich wurde gesungen und getanzt, alt und jung, Franzosen und Deutsche gleichermaßen, gelebte und geliebte deutsch-französische Freundschaft.

Die Schüler*innen waren sich an allen Tagen ihre Rolle als „Botschafter der deutsch-französischen Freundschaft“  und Repräsentanten unserer Schule bewusst und haben in vorbildlicher Weise das Augustinianum Greven und den „‚Schüleraustausch“ vertreten. Ich möchte in diesem Zusammenhang auch im Namen von Herrn Henke ausdrücklich den Schüler*innen für ihren Einsatz danken.

Unser Dank gilt aber auch der Stadt Greven und dem Partnerschaftskomitee Greven, die den Schüleraustausch jedes Jahr großzügig finanziell und auch durch persönlichen Einsatz unterstützen und auch bei dieser Jubiläumsfahrt die Kosten für die Schüler weitestgehend übernommen haben.

Ebenso setzt sich die  Fachschaft Französisch stets dafür ein, die Städtepartnerschaft von schulischer Seite zum Beispiel durch die Organisation des Schüleraustausches zu unterstützen und auch das Fach Französisch am Augustinianum nachhaltig zu stärken.

Vielen Dank auch an Herrn Henke, der in der Jubiläumswoche Kontakte zu vielen Personen des öffentlichen Lebens und auch zu unserer Partnerschule, dem Lycée en Forêt, knüpfen konnte und durch seine Anwesenheit gezeigt hat, dass der Austausch und die Städtepartnerschaft einen hohen Stellenwert am Augustinianum haben.

Dieses Jubiläum hat vor allen Dingen eins gezeigt: Die Städtepartnerschaft zwischen Greven und Montargis lebt davon, dass sich Menschen auf beiden Seiten engagieren und den abstrakten Begriff der deutsch-französischen Freundschaft mit Leben füllen. Und sie lebt davon, dass die Jugend – wie einst schon Charles de Gaulle in seiner berühmten Rede in Ludwigsburg im Jahre 1962 erklärte –  die Zukunft dieser Freundschaft ist und diese maßgeblich beeinflussen kann. In diesem Sinne:

Es lebe die Jugend – Vive l’amitié franco-allemande!

Astrid Pipperger-Schulz

Schüler*innen-Feedback:

Das Jubiläum der Städtepartnerschaft in Montargis hat mir sehr viel Spaß gemacht. Auch wir Schüler wurden in alle Aktivitäten integriert, und wir haben richtig gemerkt, dass wir ein Teil der Delegation waren. Wir haben sehr viele coole Sachen gemacht, am meisten hat mir der Tanzabend gefallen, bei dem alle getanzt haben und die Stimmung richtig gut war. An dem Abend durften wir Schüler unsere Drittortbegegnung auf Französisch vorstellen. Ich hatte erst etwas Angst, dass meine Aussprache so schlecht ist, dass die Franzosen mich nicht verstehen, aber als ich dann gesprochen habe, ging die Angst weg.

Florian Dury, der die Dokumente seines Vaters, Michel Dury, des langjährigen Vorsitzenden des Partnerschaftskomitees in Montargis in einer Ausstellung zusammengestellt und geordnet hatte, fand ich sehr bewundernswert, weil er ein ganzes Jahr mit Mühe die Geschichte der Städtepartnerschaft geordnet hat.

Manchmal waren die Tage sehr anstrengend, weil wir erst spät zuhause waren, sehr früh aufstehen mussten und auch viel gelaufen sind, aber insgesamt war es eine sehr schöne Zeit, und ich würde es auf jeden Fall nochmal mitmachen.

(Ceyda Cankaya, EF)

Ich fand schön, dass es nicht nur Aktivitäten für Erwachsene gab. Ich fand gut, dass wir immer wieder Freizeit hatten. Am besten hat mir das Dinner mit anschließendem Tanzabend gefalle! Die Stimmung war echt mega! Jeder hat mit jedem geschunkelt und getanzt! Das Wochenende war echt total schön! Auch die Ausstellung, die Florian Dury gemacht hat, war echt spannend! Man hat echt gemerkt, wie sehr sich Mühe gegeben wurde. Mme Turpin, die jetzige Vorsitzende des Partnerschaftskomitees in Montargis, hat einen tollen Job gemacht! Sie macht es echt total toll, und man erkennt Ihre Leidenschaft an der Sache.

(Annika Eßmeier, Jgst. 9)

Das Wochenende war total schön! Es war total schön, die Stadt und ihre Geschichte nochmal genauer kennenzulernen, obwohl man vielleicht auch schon das ein oder andere Mal dort war. Die Mühe, die sich Mme Turpin gemacht hat ist sehr bewundernswert. Trotz ihrer kurzen „Amtszeit“ hat sie ein perfekt organisiertes Wochenende mit verschiedenen, tollen Aktivitäten, die teilweise offiziell waren und auch sehr auf Zusammensein beruhten. Bei dem Grillabend und dem Tanzabend sind wir alle schnell miteinander „verschmolzen“, und auch wir Schüler hatten viel Kontakt mit den französischen Jugendlichen.

Elisa Rüschhoff (Q1)